Community Solar – manchmal auch Shared Solar oder Solar Gardens genannt – ermöglicht es Haushalten und Unternehmen, einen Teil eines abgelegenen Solarprojekts zu abonnieren und Rechnungsgutschriften für ihren Anteil an der Erzeugung zu erhalten, ohne Solarmodule auf ihrem eigenen Grundstück installieren zu müssen. Für etwa die Hälfte der US-Stromverbraucher, die keine Solardächer installieren können (Mieter, schattige Dächer, Gebäude mit mehreren Mietern), ist Gemeinschaftssolar der wichtigste Weg zur Teilnahme an der Solarwirtschaft.

Wie Community Solar funktioniert

Die Mechanismen eines gemeinschaftlichen Solarprojekts:

  1. Ein Entwickler baut eine Solaranlage (normalerweise 1–5 MW) auf einem geeigneten Standort – häufig auf einer Brachfläche, einem landwirtschaftlichen Grundstück oder einem großen Gewerbedach
  2. Das Projekt wird als standardmäßiges netzgekoppeltes System an das örtliche Versorgungsnetz angeschlossen
  3. Community-Mitglieder abonnieren einen „Anteil“ des Projekts – entweder eine feste Anzahl Kilowattstunden pro Jahr oder einen Prozentsatz der Projektkapazität
  4. Der Energieversorger wendet jeden Monat Rechnungsgutschriften auf die Stromrechnung jedes Abonnenten an, proportional zur Erzeugung, die auf seinen Anteil entfällt
  5. Abonnenten zahlen einen ermäßigten Zinssatz für ihren Solarkredit (in der Regel 5–15 % unter dem Einzelhandelspreis des Energieversorgers).

Der Abonnentenvorteil ist die Differenz zwischen dem, was sie für den Solarkredit bezahlen, und dem, was der Energieversorger für den entsprechenden Einzelhandelsstrom berechnet hätte. Die Einnahmen des Entwicklers stammen aus dem Verkauf der Solargutschriften an Abonnenten zum ermäßigten Preis, abzüglich der an die Abonnenten weitergegebenen Gutschriften.

Virtual Net Metering (VNM): der zugrunde liegende Mechanismus

Community Solar setzt auf virtuelle Netzmessung – ein Abrechnungsmechanismus für Versorgungsunternehmen, der Abonnentenkonten die Stromerzeugung an einem entfernten Standort gutschreibt. VNM ist in jedem Bundesstaat von der Versorgungskommission zugelassen und weist erhebliche Unterschiede in der Struktur auf:

StaatProgrammnameProgrammgrößeKreditzinssatz
New YorkCDG (Consolidated Solar)Maximal 5 MW pro ProjektVoller Verkaufspreis
MinnesotaGemeinschaftlicher Solargarten (CSG)Maximal 1 MW pro ProjektVerkaufspreis minus Ausschüttung
ColoradoGemeinschaftliche Solargärten2 MW maxVerkaufspreis
IllinoisIllinois Shines (SREC + Abonnentenguthaben)2 MW maxEinzelhandelspreis + SREC-Zahlung
MarylandGemeinschaftlicher Solarpilot2 MW maxVoller Verkaufspreis

Nicht alle Bundesstaaten verfügen über kommunale Solarprogramme – derzeit verfügen etwa 20 Bundesstaaten über aktive Programme, wobei New York, Minnesota und Colorado die am weitesten entwickelten Märkte haben.

Abonnententypen und Qualifikation

Community-Solarprogramme haben in der Regel unterschiedliche Tracks für unterschiedliche Abonnententypen:

Entwicklerökonomie

Die Einnahmen eines typischen kommunalen Solarprojekts:

Hauptkostentreiber: Abonnentenakquise und -verwaltung (laufend), Abrechnungsintegration mit Versorgungsunternehmen, Abonnentenabwanderungsmanagement und Grundstücks-/Pachtkosten. Die Abwanderung von Abonnenten stellt häufig die größte Herausforderung für Betrieb und Verwaltung dar. Wenn Abonnenten umziehen, den Versorgungsanbieter wechseln oder kündigen, entstehen Umsatzlücken, die durch die Suche nach Ersatzabonnenten geschlossen werden müssen.

Abonnementverwaltung und Abwanderung

Die Abonnentenverwaltung ist betriebsintensiv: