Community Solar – manchmal auch Shared Solar oder Solar Gardens genannt – ermöglicht es Haushalten und Unternehmen, einen Teil eines abgelegenen Solarprojekts zu abonnieren und Rechnungsgutschriften für ihren Anteil an der Erzeugung zu erhalten, ohne Solarmodule auf ihrem eigenen Grundstück installieren zu müssen. Für etwa die Hälfte der US-Stromverbraucher, die keine Solardächer installieren können (Mieter, schattige Dächer, Gebäude mit mehreren Mietern), ist Gemeinschaftssolar der wichtigste Weg zur Teilnahme an der Solarwirtschaft.
Wie Community Solar funktioniert
Die Mechanismen eines gemeinschaftlichen Solarprojekts:
- Ein Entwickler baut eine Solaranlage (normalerweise 1–5 MW) auf einem geeigneten Standort – häufig auf einer Brachfläche, einem landwirtschaftlichen Grundstück oder einem großen Gewerbedach
- Das Projekt wird als standardmäßiges netzgekoppeltes System an das örtliche Versorgungsnetz angeschlossen
- Community-Mitglieder abonnieren einen „Anteil“ des Projekts – entweder eine feste Anzahl Kilowattstunden pro Jahr oder einen Prozentsatz der Projektkapazität
- Der Energieversorger wendet jeden Monat Rechnungsgutschriften auf die Stromrechnung jedes Abonnenten an, proportional zur Erzeugung, die auf seinen Anteil entfällt
- Abonnenten zahlen einen ermäßigten Zinssatz für ihren Solarkredit (in der Regel 5–15 % unter dem Einzelhandelspreis des Energieversorgers).
Der Abonnentenvorteil ist die Differenz zwischen dem, was sie für den Solarkredit bezahlen, und dem, was der Energieversorger für den entsprechenden Einzelhandelsstrom berechnet hätte. Die Einnahmen des Entwicklers stammen aus dem Verkauf der Solargutschriften an Abonnenten zum ermäßigten Preis, abzüglich der an die Abonnenten weitergegebenen Gutschriften.
Virtual Net Metering (VNM): der zugrunde liegende Mechanismus
Community Solar setzt auf virtuelle Netzmessung – ein Abrechnungsmechanismus für Versorgungsunternehmen, der Abonnentenkonten die Stromerzeugung an einem entfernten Standort gutschreibt. VNM ist in jedem Bundesstaat von der Versorgungskommission zugelassen und weist erhebliche Unterschiede in der Struktur auf:
| Staat | Programmname | Programmgröße | Kreditzinssatz |
|---|---|---|---|
| New York | CDG (Consolidated Solar) | Maximal 5 MW pro Projekt | Voller Verkaufspreis |
| Minnesota | Gemeinschaftlicher Solargarten (CSG) | Maximal 1 MW pro Projekt | Verkaufspreis minus Ausschüttung |
| Colorado | Gemeinschaftliche Solargärten | 2 MW max | Verkaufspreis |
| Illinois | Illinois Shines (SREC + Abonnentenguthaben) | 2 MW max | Einzelhandelspreis + SREC-Zahlung |
| Maryland | Gemeinschaftlicher Solarpilot | 2 MW max | Voller Verkaufspreis |
Nicht alle Bundesstaaten verfügen über kommunale Solarprogramme – derzeit verfügen etwa 20 Bundesstaaten über aktive Programme, wobei New York, Minnesota und Colorado die am weitesten entwickelten Märkte haben.
Abonnententypen und Qualifikation
Community-Solarprogramme haben in der Regel unterschiedliche Tracks für unterschiedliche Abonnententypen:
- Privatkunden: einzelne Haushalte, häufig mit Einkommensqualifikationsanforderungen für Programme mit niedrigem Einkommen; Abonnementgrößen typischerweise 1–25 kW
- Kleiner Werbespot: KMU, gemeinnützige Organisationen, Kommunen; Abonnementgrößen bis zur Spitzennachfrage der Website
- Großes Gewerbe/Industriegebiet: Bindung von Abonnenten an einige Programme; Ein einzelner Abonnent kann 25–50 % der Projektkapazität beanspruchen
- Geringes Einkommen/Gemeinschaftsvorteil: Viele staatliche Programme verlangen, dass 30–50 % der Projektkapazität für einkommensschwache Abonnenten mit zusätzlichem Rechnungsrabatt reserviert werden
Entwicklerökonomie
Die Einnahmen eines typischen kommunalen Solarprojekts:
- Abonnentenguthaben: Einnahmen aus dem Verkauf von kWh-Gutschriften an Abonnenten zum ermäßigten Abonnententarif
- SREC- oder REC-Umsatz: Zertifikate für erneuerbare Solarenergie werden auf staatlichen oder freiwilligen Märkten verkauft
- Bundes-ITC/PTC: 30 % Investitionssteuergutschrift (oder Produktionssteuergutschrift in Höhe von 0,028 USD/kWh) gemäß IRA; Es können Boni für inländische Inhalte oder Energiegemeinschaften gelten
- Staatliche Anreize: variiert je nach Bundesstaat – Vorauszahlungen für die Kapazität, zusätzliche SRECs, Befreiung von der Grundsteuer
Hauptkostentreiber: Abonnentenakquise und -verwaltung (laufend), Abrechnungsintegration mit Versorgungsunternehmen, Abonnentenabwanderungsmanagement und Grundstücks-/Pachtkosten. Die Abwanderung von Abonnenten stellt häufig die größte Herausforderung für Betrieb und Verwaltung dar. Wenn Abonnenten umziehen, den Versorgungsanbieter wechseln oder kündigen, entstehen Umsatzlücken, die durch die Suche nach Ersatzabonnenten geschlossen werden müssen.
Abonnementverwaltung und Abwanderung
Die Abonnentenverwaltung ist betriebsintensiv:
- Abonnenten unterzeichnen in der Regel Verträge mit einer Laufzeit von 20 Jahren, müssen jedoch die Möglichkeit haben, mit einer Kündigungsfrist von 30 bis 90 Tagen aus dem Vertrag auszusteigen, wenn sie außerhalb des Versorgungsgebiets ziehen
- Die Gewinnung neuer Abonnenten, um abgewanderte Abonnenten zu ersetzen, erfordert laufende Marketingausgaben
- Abonnementverwaltungsplattformen (Arcadia, SunCentral, Solstice) automatisieren die Übertragung von Abrechnungsdateien an Versorgungsunternehmen und Abonnentenportale
- Abonnenten mit niedrigem Einkommen haben oft höhere Abwanderungsraten – planen Sie eine jährliche Abwanderung von 5–15 % in einem gemischten Wohnportfolio ein