In jedem Datenblatt zu Solarwechselrichtern wird die Anzahl der MPPTs an prominenter Stelle aufgeführt – aber nur wenige Kaufratgeber erklären, warum dies wichtig ist. Ein 110-kW-Wechselrichter mit 12 MPPTs und ein 150-kW-Wechselrichter mit 7 MPPTs weisen je nach Dach- oder Feldlayout grundsätzlich unterschiedliche Ertragsprofile auf. In diesem Artikel wird erklärt, was ein MPPT eigentlich macht, warum die Anzahl wichtig ist und wie Sie die richtige MPPT-Architektur für Ihr Projekt auswählen.

Was ist MPPT?

Maximum Power Point Tracking (MPPT) ist der Algorithmus, den ein Wechselrichter verwendet, um die optimale Betriebsspannung eines PV-Strings zu ermitteln. Die I-V-Kurve eines PV-Strangs hat ein „Knie“ – den Punkt maximaler Leistung – der sich kontinuierlich mit der Einstrahlung, der Temperatur und dem Modulzustand verschiebt. Der MPPT-Regler passt den Arbeitspunkt Dutzende Male pro Sekunde an, um den String auf Spitzenleistung zu halten.

Die wichtigste Erkenntnis: Jeder MPPT verfolgt eine unabhängige Spannung. Wenn sich mehrere Strings einen MPPT teilen, müssen alle Strings mit der gleichen Spannung betrieben werden – auch wenn ihre individuellen optimalen Spannungen unterschiedlich sind. Der Fehlanpassungsverlust ist real und messbar.

Wann spielt die Nichtübereinstimmung von Zeichenfolgen eine Rolle?

SzenarioNicht übereinstimmende QuelleTypischer Ertragsverlust
Einzeldach, gleiche Ausrichtung, sauberKeine – Zeichenfolgen stimmen gut überein< 0,5 %
Zwei Dachausrichtungen (Ost + West)Unterschiedlicher Zeitpunkt der Bestrahlungsstärke2–4 %
Teilweise Verschattung durch Schornstein/BaumEine Saite ganz oder teilweise beschattet3–10 % auf schattierter Schnur
Bifaziale Module, teilweise VerschmutzungUnterschiedliche Rückseitenverstärkung pro Reihe1–3 %
Alterungssystem (5+ Jahre)Verschlechterung einzelner Module1–2 % (mit zunehmendem Alter schlimmer)

Die MPPT-Architekturen von Sungrow

Das kommerzielle Wechselrichter-Sortiment von Sungrow weist zwei unterschiedliche Philosophien auf:

Die richtige Architektur auswählen

Auch der MPPT-Spannungsbereich ist wichtig

Über die MPPT-Zählung hinaus ist die MPP-Spannungsbereich bestimmt, wie viele Module Sie in Reihe schalten können. Ein größeres Sortiment bietet Ihnen mehr Gestaltungsfreiheit. Die SG-CX-P2-Serie von Sungrow hat einen MPP-Bereich von 180–1000 V – typischerweise 18–28 Module pro String. Die SG150CX MPP-Reihe beginnt bei 200 V, ist etwas schmaler, unterstützt aber 48 A pro String für Hochleistungsmodule der aktuellen Generation.